Implantationsfehler

Implantationsfehler

Falls nach zwei Transfers von zwei Embryonen guter Qualität, sowohl frisch als auch vitrifiziert, keine Schwangerschaft eintreten sollte, ist eine spezielle Behandlung zur Verbesserung der endometrialen Implantation sowie eine bessere Auswahl des zu transferierenden Embryos erforderlich.

Die Grunde der Implantationsfehler sind vielfältig (Alter, soziale, hormonale, immunologische, anatomische und genetischeGewohnheiten sowie Östrogene). Aus diesem Grund sind einige Handlungen benötigt. Wir empfehlen in manchen Fällen die Durchführung einer vorherigen Hysteroskopie, Kultur vom Endometrium und Cervix, um anatomische Probleme oder entzündliche Faktoren zu vermeiden. Auβerdem empfehlen wir die folgende Handlungen, um die Implantation zu verbessern:

1. Embryonen-Auswahl: Vielleicht ist dieser Punkt eine der wichtigsten Techniken, um die Schwangerschaft zu erreichen. Wir können diese Situation auf diese zwei Arten lösen:

1.1. Time Lapse (Embryoscope). Der Einsatz dieser Technologie wird eine bessere Auswahl der Embryonen nach den kinetischen Parametern (der Entwicklung) des Embryos während seiner Kultur im Inkubator ermöglichen. Und auch bei dieser Technologie entwickelt sich der Embryo in demselben Nährmedium, ohne dass er daraus ausgelesen werden muss. Auf diese Weise können wir eine bessere Auswahl und einen besseren Anbau erreichen.

1.2. PGD mit Array-CGH. Mit diesem System können wir die 24 Chromosomen eines Embryos in weniger als 12 Stunden analysieren und diejenigen übertragen, die keine Chromosomenanomalien aufweisen (in jüngsten Studien hat sich gezeigt, dass bei Patienten mit guter Prognose und einem Alter von 32 Jahren die Rate der genetischen Anomalien in ihren Embryonen bei 45 % liegt). Mit dieser Technik werden wir die Einnistungsrate im ersten Zyklus auf 75 % erhöhen und auch die Häufigkeit von Fehlgeburten von 26 % auf 8-10 % senken können.
In Embryotransfers mit Problemen, weil der Gebärmutterhals gestört ist oder weil die Patientinnen nervös oder gestresst sind, führen wir eine sanfte Anästhesie durch, um ihren Zustand zu verbessern.

2. Untersuchungen zu Thrombophilien, da es Studien gibt, die das Vorhandensein von Gerinnungsstörungen bei Patienten mit Implantationsversagen belegen.

3. Um das Vorhandensein einer Endometriose auszuschließen.

4. Um eine gute Endometriumlinie zu erreichen, sollten serielle vaginale Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, um die Dosis von Östrogenen (oral und vaginal), Vasodilatatoren (Sildenafil, Pentoxifyllin) und Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktoren zu erhöhen.

5. Verbesserung der Immunologie, um die Einnistung des Embryos zu ermöglichen. In diesen Fällen verwenden wir:

5.1. Intralipide Behandlungen, die die Immunreaktion reduzieren.

5.2. Verwendung von Kortikoiden

5.3. Intravenöse Immunglobulinbehandlungen.

6. Verwendung von Antikoagulantien: Verabreichung von subkutanem Heparin und manchmal auch Acetylsalicylsäure.

7. Im Falle von Endometriose: Vorverabreichung von LH-Analoga während der Behandlung.

8. Im Falle einer Hydrosalpinx ist eine Entfernung oder ein Eileiterverschluss in Betracht zu ziehen.

9. Verbessern Sie die Stimulation der Gebärmutterschleimhaut durch Auskratzen vor dem Embryotransfer und verabreichen Sie Wachstumshormone.

10. Beachtung der TSH- und T4-Werte sowie der Vitamin-D-Konzentration.

11. Beachtung des Progesteronspiegels während der Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut oder in der Phase des Embryotransfers.

12. Falls Ihr Partner Spermienanomalien aufweist, führen wir vor der Befruchtung eine Selektion der Spermien mit der MACS-Technik (Annexinsäulen) durch. Mit dieser Technik können wir die apoptotischen (d.h. nicht geeigneten) Spermien für eine gute Befruchtung eliminieren.

13. Ebenso werden wir in unserem Eizellspendeprogramm und bei Implantationsversagen im Allgemeinen Embryotransfers im Blastozystenstadium durchführen, um die Implantation zur besseren Selektion und endometrialen Synchronisation zu verbessern.

14. Bei eingefrorenen Embryotransfers und bei älteren Frauen (über 40 Jahre) führen wir ein Assisted Hatching durch.

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